Rückblick: Lesung mit Kristin Höller

Am 4. September 2019 war die gebürtige Bonnerin Kristin Höller Gast auf unserem Lesungssofa. In der Rheinbacher Bibliothek stellte sie ihren Debütroman „Schöner als überall“ vor, in dem sie eine wunderbar melancholische und gleichzeitig skurrile, witzige Geschichte vom Loslassen von der Kindheit erzählt.
40 Zuhörer lachten und fühlten mit, als sie von dem jungen Studenten Martin, der Hauptfigur des Romans, hörten, der – bedingt durch schwierige Umstände – an seinen Heimatort irgendwo in der rheinischen Provinz zurückkehrt und sich dort im Laufe einer Woche dem Ort, den Menschen und den Verhältnissen seiner Kindheit ganz neu stellen muss.

Im Gespräch mit Moderatorin Susanne Kundmüller schilderte die Autorin, die selbst erst Anfang zwanzig ist, wie sie so früh zum Schreiben kam – die Eltern hätten ihr als Kind viel vorgelesen, und auch die Arbeit in der Lokalredaktion des General-Anzeigers Bonn sei eine gute Übung gewesen, aus wenig Stoff viel zu machen. Das Thema Erwachsenwerden habe sie gereizt, da sie mit ihren 24 Jahren an dieser Lebensphase noch ganz nah dran ist und authentisch nachempfinden kann, was ihre Hauptfigur denkt und fühlt. Die Tatsache, dass sie mit Martin aus einer männlichen Perspektive erzählt, ermöglicht gleichzeitig die nötige schriftstellerische Distanz.

Bevor Kristin Höller sich dem nächsten literarischen Projekt widmen kann, muss sie nun zunächst ihre Bachelor-Arbeit an der Uni Dresden fertigstellen. Wir freuen uns aber schon jetzt, mehr von ihr zu lesen und sie in ein paar Jahren vielleicht wieder auf unserem Sofa zu begrüßen (spb).

Krisin Höller (links) im Gespräch mit Susanne Kundmüller, Bibliothek

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